Die Idee

Die Ausgangssituation

Wir alle wissen, dass wir aufgrund günstiger Lebensvoraussetzungen immer älter werden und das ist auch gut so. Um 1900 wurden die Menschen nicht viel älter als ca. 45 Jahre, dann waren sie körperlich verbraucht und starben früh. Sie hatten damit auch gar nicht die „Zeit“ altersbedingte Erkrankungen zu bekommen. Heute werden wir ca. 40 Jahre älter und damit nehmen auch altersbedingte Erkrankungen stark zu. Sie beeinträchtigen zwar nur Teilbereiche des täglichen Lebens, verhindern aber oftmals ein weiterhin selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.

Selbst die eigenen Kinder können dieser Entwicklung nicht entgegentreten. Sie sind aus dem Haus und haben in einer entfernten Stadt einen Arbeitsplatz gefunden, können also kaum im Falle eines Falles ihren Eltern helfend zur Seite stehen.

Eine zuverlässige Nachbarschaftshilfe ist heute vielerorts auch nicht mehr so verbreitet und kann den wachsenden Hilfebedarf auch nicht mehr leisten.

Stünde in den eingeschränkten Bereichen verlässliche Hilfe, von wem auch immer, zur Verfügung, könnte weiterhin ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden geführt werden. Diese Hilfen sollen durch den Verein organisiert werden und verlässlich den Hilfsbedürftigen zur Verfügung stehen.

 

Ausführung

In Baden-Württemberg wurde diese Idee vor über zwanzig Jahren von der Landesregierung unter  Lothar Späth als Projekt initiiert und landesweit  ausgeschrieben. Es haben sich ca. 10 Städte an diesem Projekt beteiligt.
Im baden-württembergischen Riedlingen hat sich daraufhin eine Seniorengenossenschaft als Verein gegründet, der die erforderlichen Hilfestellungen für seine hilfsbedürftigen Mitglieder verlässlich organisiert, bereitstellt. Die freiwilligen Helfer erhalten für ihre Leistungen nach der „Übungsleiterpauschale“ ein Entgelt in Höhe von derzeit max. 2.400 € im Jahr.
Bei einem persönlichen Besuch unseres Vorsitzenden im März 2011 in Riedlingen, konnte er sich von der erfolgreichen Arbeit des Vereins überzeugen.
Das Projekt erhielt von dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) den Zukunftspreis 2004 zugesprochen.

Dieses überzeugende Konzept lässt sich adaptieren und mit kleinen Anpassungen auf unsere Grafschaft übertragen. So sollte uns, bei konsequenter Einhaltung der wesentlichen Rahmenbedingungen, ein ähnlicher Erfolg gelingen.